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von
schatten
begrenzt

gedichte von ryis

kurzsichtig

wir erobern
den himalaya
und stolpern
über den rinnstein

ryis

schutz

man hat mir
den stachel
gezogen
nun
roll ich mich ein

ryis

einsam
oder
schwarze haut
im "weissen" land

ryis

verweht

kaum hatte ich
deinen namen in sand geschrieben
kam schwerer wind auf
aus blinzelnder helligkeit
warf sich ein langer schatten
in dein krauses lächeln

ryis

an den tag gebunden

die wucht des tages
drängt die nacht hinaus
katzenaugen feuern mich an
den blick zurückzunehmen
betonplattenschritte
bewahren meine füsse vor schmutz
nichts täten meine hände lieber
als in warmer erde wühlen

ryis

beginn

anfang ist's
noch ohne ende
wenn deine hände
wie zwei femde
über meine landschaft ziehn

ryis

angst

ich zerbröckle meine angst
in viele kleine stücke
zerreibe sie auf einem sieb
und strecke virsichtig
meine füsse in den sand
der sich warm und weich anfühlt

ryis

aus dem bild

die frau hat sich verflüchtigt
ein hauch von frische ist geblieben
ihre seife die cremig schäumt
ein abwaschmittel das hände
zart geschmeidig hält
eine packung leichtraucher
die auch nichts mehr nützt
die frühstücksschockoladenreste
ihrer besorgnis um lebensfrohe kinder
vorbei die freude
am reingeweichten hemd
ihr ultraweisses lächeln ist verblasst
mensch geworden
aus dem bild gestiegen

der sich warm und weich anfühlt

ryis

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© 2025 Ryis Flück