von
schatten
begrenzt
gedichte von ryis
kurzsichtig
wir erobern
den himalaya
und stolpern
über den rinnstein
ryis
schutz
man hat mir
den stachel
gezogen
nun
roll ich mich ein
ryis
einsam
oder
schwarze haut
im "weissen" land
ryis
verweht
kaum hatte ich
deinen namen in sand geschrieben
kam schwerer wind auf
aus blinzelnder helligkeit
warf sich ein langer schatten
in dein krauses lächeln
ryis
an den tag gebunden
die wucht des tages
drängt die nacht hinaus
katzenaugen feuern mich an
den blick zurückzunehmen
betonplattenschritte
bewahren meine füsse vor schmutz
nichts täten meine hände lieber
als in warmer erde wühlen
ryis
beginn
anfang ist's
noch ohne ende
wenn deine hände
wie zwei femde
über meine landschaft ziehn
ryis
angst
ich zerbröckle meine angst
in viele kleine stücke
zerreibe sie auf einem sieb
und strecke virsichtig
meine füsse in den sand
der sich warm und weich anfühlt
ryis
aus dem bild
die frau hat sich verflüchtigt
ein hauch von frische ist geblieben
ihre seife die cremig schäumt
ein abwaschmittel das hände
zart geschmeidig hält
eine packung leichtraucher
die auch nichts mehr nützt
die frühstücksschockoladenreste
ihrer besorgnis um lebensfrohe kinder
vorbei die freude
am reingeweichten hemd
ihr ultraweisses lächeln ist verblasst
mensch geworden
aus dem bild gestiegen
der sich warm und weich anfühlt
ryis
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